Beschlussantrag “Fleischfreier Freitag”

Und hier der Text zum gleichnamigen Beschlussantrag: 

Beschlussantrag:Fleischfreier Freitag – ein Tag in der Woche für Gesundheit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit!

Vorausgeschickt, dass

  • übermäßiger Fleischkonsum bekanntermaßen und erwiesenermaßen ungesund ist, da er Herz und Kreislauf schädigt und auch Krebs verursachen kann, aber dennoch, entgegen ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen, zu viel Fleisch gegessen wird;

  • Fleisch zudem eine schlechte Klimabilanz aufweist, da ein bedeutender Teil der weltweiten Treibhausgasemissionen (CO2, Methan und Stickoxide) aus der Landwirtschaft, insbesondere der Viehzucht, kommt, und für den enormen Futterbedarf der Massentierhaltung lebensnotwendige Ressourcen verbraucht werden (z.B. Abholzung der CO2-absorbierende Regenwälder zur Gewinnung von Weideland für Rinderherden und Anbauflächen für Futtermittel wie Soja; erheblicher Verbrauch von Süßwasser u.a.): Für ein Kilogramm Rindfleisch benötigt man 15 Kilogramm Futtermittel, 15.000 Liter Wasser sowie den Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden und Hormonen;

  • die Massenproduktion zudem überwiegend mit tierquälerischer Tierhaltung und tierquälerischen Tiertransporten verbunden ist und der dort zunehmende Einsatz von Antibiotika darüber hinaus auch die Gesundheit der Menschen belastet und gefährdet;

  • auch der Fischkonsum keineswegs unproblematisch ist, da die Fischzucht in engen, teilweise stark verunreinigten Becken unter massenhafter Zugabe von Antibiotika und Hormonen erfolgt, wohingegen viele wildlebende Fischarten bereits stark überfischt oder fast ausgerottet sind;

  • dagegen pflanzliche Lebensmittel aus regionaler, saisonaler und biologischer Produktion das Klima am besten schützen, die Gesundheit fördern und damit die nachhaltigsten Lebensmittel sind;

  • die Verwendung von pflanzlichen Lebensmitteln und Fleisch aus der Region zudem die heimische Landwirtschaft stärkt;

  • um dem Zusammenhang von Fleischkonsum, Gesundheits- und Klimaschutz eine breitere Öffentlichkeit zu geben und die Menschen zum Mitmachen zu motivieren, es sinnvoll erscheint, einen fleischfreien Tag in der Woche einzuführen, wie es schon mehrere Städte (z.B. Bremen, Schweinfurt, Münster u.a.) unter dem Motto „Veggie Day“ vorgemacht haben;

  • in diesem Sinne an einem Tag in der Woche, in den gemeindeeigenen/von der Gemeinde geführten/von der Gemeinde finanzierten Mensen/Küchen (z.B. in Schulen, Kindergärten und Altersheimen) auf Fleisch und Fisch verzichtet werden könnte bzw. zumindest verstärkt vegetarische Gerichte angeboten werden könnten, und ferner auch Restaurants, Betriebskantinen und natürlich alle Bürgerinnen und Bürger dazu motiviert werden könnten, an diesem einen Tag pro Woche bewusst auf den Verzehr von Fleisch und Fisch zu verzichten, zumal vegetarische Gerichte vielseitig sind und wohlschmeckend zubereitet werden können;

  • es dabei keineswegs darum geht, sich mit dem erhobenen Zeigefinger gegen den Fleischkonsum generell zu stellen oder für ausschließlich fleischlose Ernährung zu werben, sondern es vielmehr Ziel ist, die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde zu sensibilisieren und zu motivieren, bei Einkauf, Zubereitung und Verzehr von Nahrungsmitteln genauer hinzusehen, sich auf regionale, saisonale und am besten biologisch angebaute Produkte zu besinnen und (zumindest) an einem Tag in der Woche bewusst auf Fleisch zu verzichten – um so die eigene Gesundheit zu fördern sowie zum Klima- und Ressourcenschutz beizutragen;

  • in der Gemeinde Lana bereits gute Ansätze in diesem Sinne vorhanden sind, welche ausgeweitet und dann auch bewusst beworben werden könnten.

Dies alles vorausgeschickt beschließt der Gemeinderat von Lana, den Gemeindeausschuss zu beauftragen:

  1. an einem Tag in der Woche (z.B. dem Freitag) verstärkt, oder, wenn möglich, ausschließlich Gerichte ohne Fleisch und Fisch in den von der Gemeinde geführten bzw. finanzierten öffentlichen Einrichtungen mit Mensadienst/Küchendienst anzubieten;

  2. diesen fleischfreien Tag zu bewerben und die Bevölkerung einzuladen, sich auch im privaten Bereich dieser Initiative anzuschließen;

  3. Restaurants, Betriebskantinen u.a.m. in der Gemeinde Lana einzuladen, ebenfalls einen vegetarischen Tag pro Woche einzuführen;

  4. verstärkt dafür Sorge zu tragen, dass in von der Gemeinde geführten bzw. finanzierten öffentlichen Einrichtungen mit Mensadienst/Küchendienst und überall dort, wo die Gemeinde eine Einflussmöglichkeit auf die Gestaltung des Speiseplans hat, mehr Lebensmittel aus biologischem, saisonalem und regionalem Anbau eingesetzt werden und beim Fleisch darauf geachtet wird, dass primär Fleisch aus biologischer Tierhaltung oder zumindest aus artgerechter und – so weit wie möglich – aus regionaler Tierhaltung verwendet wird.

Die Gemeinderätinnen der Dorfliste-Lista civica Lana

Dr. Verena Kraus

Dr. Irene Senfter

1 Antwort zu „Beschlussantrag “Fleischfreier Freitag”“


  1. 1 Amado Meling Februar 26, 2012 um 2:19 nachmittags

    Tipps zum Umwelt schützen liefert die Webseite http://respect-the-world.org. Mit einfachen Tricks kann man Elektrizität und Trinkwasser einsparen und zudem die Welt schonen.


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